DIE WAHRHEIT ÜBER DAS THEATERSTÜCK

"Der Schuster als Gespenst"

Das von verschiedenen Gruppen aufgeführte Theaterstück "Der Schuster als Gespenst" hat eine interessante Geschichte.

Laut Literaturforschungsinstitut an der Universität Graz ist dieses Stück eine Jugendschrift des Peter Rosegger und wurde noch nie gedruckt veröffentlicht.

Auffallend ist, dass dieses Stück nur sehr kurz ist und in knapp einer halben Stunde durchgespielt wäre.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass z.B. die Rolle des Wenzelslaus Kragerl gar nicht vorkommt, wie auf der Personenliste zu sehen ist.

Die Bearbeiterin des Stückes, Frau Gerda Klimek (steirische Kabarettistin und Autorin) hat dieses Stück mit Figuren aus Roseggers Kurzgeschichten ergänzt, so z.B. "Vom Gesellen Wenzellaus", "Ein reisender Handwerksbursche" oder "Der ewige Schneider" u.s.w.

Aus diesen Geschichten wurden teilweise wörtlich Passagen in das Stück eingeflochten. Dadurch entstand ein abendfüllendes Theaterstück.

Man kann daher auf wissenschaftlicher Basis sagen:

Das Theaterstück "Der Schuster als Gespenst" wurde nie von Peter Rosegger so geschrieben wie es mehrfach heute aufgeführt wird, aber es besteht trotzdem zum Großteil aus seinen Texten.

Peter Rosegger hat in seiner Jugend noch weitere kurze Theaterstücke entworfen, dürfte aber - so wie etliche andere berühmte Schriftsteller (z.B. Marie von Ebner-Eschenbach u.a.) erkannt haben, dass sein Talent doch eher auf dem Gebiet der Erzählkunst besteht.

Hier ein Überblick über weitere kurze Theaterstücke:

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Unter folgendem Link kann man über diese Stücke mehr erfahren:

http://www.landesbibliothek.steiermark.at/cms/ziel/97839172/DE